Do 30.01.2020 / 20 Uhr | Vortrag von Till Velten | Kollegiengebäude I, Hörsaal 1010 / Universität Freiburg / DE

Im Rahmen der Vortragsreihe Ortsbezogen der Kunstwissenschaftlichen Gesellschaft und des Kunstgeschichtlichen Instituts Freiburg

Verschiedene Arten von Ortsbezogenheit bestimmen neue Kunst. Eine in einem öffentlichen Gebäude vorgegebene Wand (Schirin Kretschmann im Freiburger Neuen Rathaus) oder eine Einfahrt (Stefan Sous bei der neuen Zentrale des Bundesnachrichtendienstes) geben vielleicht inhaltliche und formale Vorgaben. Ein prominenter Ausstellungsraum wie das jüdische Museum in Berlin (Installation Mischa Kuball) kann vielleicht schwierig sein. Kunst kann in von besonderen Menschen bestimmten Räumen wie einem Altersheim oder einem Kloster (Till Velten) auf eben diese Menschen und ihre Situation aufmerksam machen. Verschiedenste Reaktionen und Aktionen sind denkbar, wenn neue Kunst eben nicht gerahmte und gesockelte Objekte für den Transport anbietet, sondern auf Orte reagiert und eingreift. Die Klassiker ortsbezogener Kunst, wie sie etwa von Richard Serra („Tilted Arc“ in New York) oder Dani Karawan (Denkmal für Walter Benjamin in Portbou) ab den 70er Jahren gemacht wurden, haben Maßstäbe gesetzt und „Kunst am Bau“ erscheint im 20. Jahrhundert fast selbstverständlich. Aber Bezüge zwischen Ort und Kunst sind jeweils eigenartig, immer anders. Wie verstehen die Künstler das? Und ist Kunst hier „frei“?


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